Erste Flüchtlingsklasse am Günter Wöhe Gymnasium

Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es an den Günter Wöhe Schulen für Wirtschaft in Saarbrücken die erste rein aus Flüchtlingen bestehende Klasse eines Oberstufengymnasiums im ganzen Saarland. Die 3 Schülerinnen und 27 Schüler der EGO a-f stammen alle aus Syrien und sind zwischen 3 und 14 Monaten in Deutschland. Sie leben hauptsächlich in betreuten Wohngruppen, die auch nachmittags eine Wiederholung des Schulstoffes und eine Hilfestellung bei Behördengängen ermöglichen. Einige wenige leben bei ihren Familien. Die Berechtigung für den Besuch der gymnasialen Oberstufe haben sie durch einen 10-jährigen durchgängigen Schulbesuch in ihrer Heimat erworben und durch Zeugnisse nachgewiesen. Dennoch stellt sich die Lerngruppe als sehr heterogen dar, weil vor allem die Deutschkenntnisse der Schüler noch sehr unterschiedlich sind. Daher hat man sich auch in Absprache mit dem Ministerium darauf geeinigt, keine zweite Fremdsprache sondern 4 Extrastunden Deutsch in den Stundenplan zu integrieren um das Arbeiten mit Fachtexten und Schulbüchern in allen Fächern zu erleichtern. Kasem Samid findet die Idee toll: „Die Sachen, die wir im Unterricht machen, sind ok, aber die Sprache ist noch schwierig. Wir müssen noch viel lernen.“ Das Lehrerteam um Klassenleiter Michael Biehl versucht nun den Schülern alles an Rüstzeug mitzugeben, damit sie eine Chance auf den Erwerb des Abiturs haben. Fortbildungen und regelmäßige Treffen sind damit an der Tagesordnung, um jederzeit über Schwierigkeiten und Fortschritte auf dem Laufenden zu sein. Und Ahmad Alsmeer meint, „Die Lehrer kümmern sich hier um uns, niemandem ist etwas zu viel. Wenn wir ein Problem haben, fragen wir und sie helfen uns. Das ist schön.“ Zusätzliche Unterstützung erhalten „die Neuen“ durch ihre Schülerpaten, die Sie im Rahmen eines Willkommensfestes kennerlernen konnten und die ihnen den Einstieg ins deutsche Schulsystem erleichtern wollen. Als besonderes Bonbon bekamen die Schüler der EGO a-f in dieser Feierstunde einen Computer geschenkt, damit sie auch zuhause Internetanschluss haben und für die Schule arbeiten können.   

Foto: Barbara Schorr

Das Foto zeigt die Schüler der EGO a-f mit ihren Paten und ihrem Klassenlehrer Michael Biehl (mitte oben)

 
Unsere Schulbroschüre

 
Informationsveranstaltung

Am Freitag, 28.10.2016 stellte im Rahmen einer Informationsveranstaltung Vertreter der ASW – Berufsakademie Saarland e.V., der Hochschule für Technik und Wirtschaft, der höheren Berufsfachschule für das Hotel-, Gaststätten- und Fremdverkehrsgewerbe und der Universität des Saarlandes die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten des Studiums an ihren Institutionen vor und beantworteten Fragen.

 
Laufen für ein Schuljahr

Handelsschule der Günter-Wöhe-Schule für Wirtschaft läuft für Kinder im Benin

Am Dienstag, dem 27. September 2016 war der Verein „Entwicklungsförderung Benin“ (EFB) zu Gast in der Handelsschule 11 der Günter-Wöhe-Schule für Wirtschaft in Saarbrücken. 

Hintergrund dieses Besuches war der Benefizlauf vor den Sommerferien, bei dem die Schüler durch gelaufene Runden im Deutsch-Französischen Garten Spendengelder für den Benin erlaufen konnten. Gemeinschaftlich hatten sich die Schüler im Vorfeld der Veranstaltung für diesen Verwendungszweck entschieden. 

Heidrun Möller, die Vorsitzende des Vereins, vermittelte den Schülern durch einen kleinen Film und einen persönlichen Vortrag erste Einblicke in das Land und die Notsituation der Menschen. Ein großer Teil der Hilfen fließt neben der Gesundheitsförderung in die Bildung. Hier gelang es, mit dem erlaufenen Geld der Handelsschule, die Bildungspatenschaft für ein Mädchen für ein Jahr zu finanzieren. In der Förderung sind das Schulgeld, die Schulbücher und das Essen enthalten.

So hatten die Schüler konkret vor Augen, was mit ihrem Geld geschieht und wie direkte Hilfe aussieht. Die Klasse möchte mit Hilfe des Vereins auch Kontakt zu dem Mädchen aufnehmen, so dass auch durch einen regelmäßigen Informationsaustausch vielleicht sogar eine tatsächliche Bindung aufgebaut werden kann. Ein herzlicher Dank ging am Ende nochmals an die Schülerinnen und Schüler, die sich an dem Lauf beteiligt haben und damit vorbildlich und aktiv Gutes für andere Jugendliche getan haben.

 

Text: Silke Dubois

 

Fotos: Silke Dubois

 

 
Vortrag: sei dein eigener Held

„Diese Kinder sterben drei Mal“

Vortrag „Sei dein eigener Held!“ von Joachim Franz fesselt Schüler der Günter-Wöhe-Schulen für Wirtschaft.

Saarbrücken. „Stell dir mal vor, du willst jemand anderes sein.“ So beginnt der Unternehmer und Extremsportler Joachim Franz seinen Vortrag. Er ist im großen Saal des VHS-Zentrums am Schloss zu Gast und hält in Kooperation mit der Sparkasse Saarbrücken den Vortrag „Sei dein eigener Held!“ Seine Themen sind Motivation, Engagement, Verantwortung und Vertrauen. Er berichtet von seinem aufregenden Leben, welches stets von Veränderung geprägt ist. Dabei hat Joachim Franz keine Probleme, die knapp 200 Schüler der Günter-Wöhe-Schulen für Wirtschaft auch nach 90 Minuten noch zu fesseln.

 

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Lebensgeschichte von Joachim Franz. Der im Jahr 1990 noch übergewichtige (123 kg) Schichtarbeiter wird durch eine Werbung motiviert sein Leben zu ändern. Er wird Extremsportler, Unternehmer, Abenteurer und Menschenrechtsaktivist. Dies zeigt er an einschneidenden Erlebnissen seines Lebens auf und zieht motivierende Querverweise für die Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren. „Es beginnt immer mit einer Sache: Mut!“ erklärt er. Dabei zeigt Joachim Franz seine Veränderung genauso überzeugend auf, wie seine Vorstellungen von Toleranz und Verantwortung. Mit seiner begeisternden und witzigen Art macht er auf die Problematik des Nichtwissens und viele weitere Probleme in der Gesellschaft aufmerksam. Mit Hilfe von eindrucksvollen Bildern zeigt er seinen Kampf gegen die Abholzung des Regenwaldes oder sein Arbeit zur Aufklärung zum Thema Aids.

„Niemand sagt mir, wer ich bin, das tue ich nur selbst“, so eine seiner Botschaften. „Jeder von uns ist in der Lage, den anderen aufzubauen oder zu vernichten. Ihr habt es in der Hand.“ Sehr emotional erzählt er von Kindern, die ihre letzten Tage in Sterbehäusern auf den Philippinen und in Nepal erleben. „Sie sterben das erste Mal, wenn sie durch ihre Familien verkauft werden. Das zweite Mal, wenn sie unzählige Male in Bordellen vergewaltigt werden. Und das dritte Mal, wenn ihre Herzen aufhören zu schlagen.“ Menschen fliegen zum Mond, schicken in einer Sekunde eine SMS um die ganze Welt und schaffen es nicht, den Vergessenen zu helfen, sagte Joachim Franz. 

 

Mit den Worten „Die Welt da draußen ist gefährlich“, schließt Joachim Franz seinen Vortrag – nicht ohne hinzuzufügen: „Werdet nicht zu Angsthasen, habt den Mut die Welt zu verändern“.

Text: J. Grapp
Bilder: Becker & Bredel 

 

 
 
Lehrfahrt nach Weimar

Vom 05 – 09. September 2016, in der zweiten Schulwoche, überlegte sich unser Kurs frei nach dem Motto „Etwas Kultur kann nicht schaden!“ eine Kursfahrt ins schöne deutsche Weimar zu machen.

Kurz und knapp zu Weimar:

- Bundesland:  Thüringen

- Fläche:  84,48 km² 

- Einwohner:  64.131 (31. Dez. 2015)

- Stadtgliederung:  12 Ortsteile 

Montags morgens ging es dann los vom Saarbrücker Hauptbahnhof. Treffen morgens 06:20 Uhr vorm Hauptbahnhof. Dann ab zu Gleis 5 und in den ICE in Richtung Mannheim. Von dort dann nach Kassel. Manche von uns wollten dann allerdings noch eine Station weiter fahren nach Göttingen. Nach einer dann relativ kurzen Verspätung ging es von Kassel aus Richtung Erfurt. Danach dann endlich nach Weimar!

Nach einem ca. 15-minütigen Fußmarsch brauchten wir erstmal eine Pause in unserem Hotel namens A&O Hostel. Programm an dem Tag war dann nur ein klein wenig die Stadt besichtigen und abends gemütlich noch in eine Pizzeria etwas essen gehen. Dienstags startete dann unser Kulturprogramm. Vormittags ging es als erstes ins Multimedia-Erlebnismuseum „Weimarhaus – Das Geschichtserlebnis“. Für ein Museum war es dann doch gar nicht so schlimm, sondern eher kurzweilig. Im Anschluss ging es weiter mit einer Stadtführung durch Weimar…zu Fuß… Und nachdem wir dann die Stadt etwas erkundet hatten war der Rest des Tages Freizeit. Abends saßen die meisten dann noch in einer netten kleinen Bar zusammen, der Milchbar. Für den ein oder anderen wurde dies vermutlich ein unvergesslicher Abend. Bei netten Gesprächen und einem Glas „Milch“ war dann irgendwann aber auch mal Zeit fürs Bett. Am Mittwoch war dann Ausschlafen angesagt. Das Programm ging erst um 12:30 Uhr los, also konnten wir den Morgen in Ruhe beginnen. Und dann haben wir uns mal das Goethe-Haus angesehen. Mit einer interessanten Führung ging es danach weiter im Goethe-Haus und anschließend ins Bauhausmuseum. Wie Herr Schmitz dann dienstags auch schon so schön meinte: „Hör mo, ma kann doch nidd noh Weimar ohne do mo ins Theater zu gehen...“, wurde das auch ein kulturell bildender Abend mittwochs. Wir schauten uns das Theaterstück „Lotte in Weimar“, frei nach Thomas Mann, im Theater im Gewölbe an. Mit dem Ergebnis: „Siehschde! War doch gar nidd schlimm, odda?“ , konnte Herr Schmitz mit seinen geduldigen Schülern durchaus zufrieden sein. Donnerstags besuchte unser Kurs dann noch das Schiller-Haus, natürlich auch mit Führung. Im Anschluss daran besuchten wir noch die Amalia-Bibliothek. Am Freitag, unserem Abreisetag, ging es dann wieder zurück Richtung Heimat. Mit dann weniger Umwegen ging es über Frankfurt nach Hause und wir kamen um 19:11 Uhr wieder in Saarbrücken an.

Abschließend kann man sagen, dass es eine spaßige Kursfahrt war und unser Kurs ein Stück näher zusammen gerückt ist. Dies war nun leider oder auch Gott sei Dank unsere letzte Kursfahrt als Schüler: von daher wünschen wir den anderen Kursen und Schülern noch viel Spaß bei Ihren zukünftigen Fahrten. Und denkt immer daran…Was in Weimar passiert bleibt in Weimar!

 

Text: Julia Diener und Christopher Schertz

 
Firmenlauf

Beim B2Run Firmenlauf in Dillingen machen nicht die Top-Zeiten der Spitzenathleten die Schlagzeilen. Hier geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um das gemeinsame Miteinander eines Firmenteams.

Bei dem B2Run Firmenlauf 2016 gingen rund 14.000 Läufer auf die fünf Kilometer lange Strecke durch das Zentrum von Dillingen. 

Die Günter Wöhe Schulen für Wirtschaft starteten mit einem Team aus vier Läuferinnen und fünf Läufern. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für dieses sehr schöne Gemeinschaftserlebnis. 

Text: J. Grapp

 
Bilder der HS Abschlussfeier

Weitere Bilder...

 
Neue Unterrichtszeiten

Bitte beachten Sie die Änderung der Unterrichtszeiten:

1. Stunde 08.00 bis 08.45

2. Stunde 08.45 bis 09.30

Pause 

3. Stunde 09.45 bis 10.30

4. Stunde 10.30 bis 11.15

Pause

5. Stunde 11.30 bis 12.15

6. Stunde 12.15 bis 13.00

Pause

7. Stunde 13.05 bis 13.50

8. Stunde 13.50 bis 14.35

 
Vortrag zur Geldpolitik

 

Am 13. Juni 2016 besuchte uns Herr Heyd, ein leitender Mitarbeiter der Sparkasse Saarbrücken und referierte in den VWL E-Kursen von Frau Mares und Herrn Weber über dieses wichtige Thema. Mit einer guten Mischung aus Theorie und Praxis brachte uns Herr Heyd die verschiedenen Blickwinkel dieser Thematik näher. Auf Fragen konnte man uns gut verständliche Beispiele zeigen die viele zinspolitische Maßnahmen besser erklärten. Wir bedanken uns für den kurzweiligen Vortrag unseres Kooperationspartners.

(Text: Christopher Schertz)