1909 Städtevereinigung
Nach jahrelangen heftigen Diskussionen
und Auseinandersetzungen
unterzeichneten
die Bürgermeister
der zuvor selbstständigen Stadtgemeinden
Saarbrücken, St.
Johann und Malstatt-Burbach
am 5. Dezember 1908 endlich
den Städtevereinigungsvertrag.
Dieser
trat am 1. April 1909 durch
Unterschrift des Kaisers Wilhelm II.
in Kraft.
1910 Kaiser-Friedrich-Brücke
Das erste sichtbare Werk der
Städtevereinigung ist die
Kaiser-Friedrich-Brücke,
die
Vorgängerin der heutigen
Wilhelm-Heinrich-Brücke. Sie
verband die Zentren
der beiden
Städte Saarbrücken und St. Johann
und ihre Fertigstellung ist von
großer Symbolkraft.
1914 Energieversorgung
Der steigende Energiebedarf, der
Fortschritt der Technik und
eine effizientere
Produktion
und Verteilung der Energie
waren die neuen Herausforderungen
der
Großstadt. 1914
errichtete sie so ihr erstes
großes modernes elektrisch
betriebenes
Pumpwasserwerk in
Rentrisch, das bis heute einen Teil
der Wasserversorgung der
Stadt sicherstellt.
1919 Kanalisation
Die Realisierung einer modernen
Großkanalisation nach neuesten
wissenschaftlichen
Erkenntnissen war
eine der wichtigsten Aufgaben
in Bezug auf die Hygiene für
die Großstadt. Das Kanalnetz
war von 83 Kilometer Länge
im Jahr 1909 auf 178
Kilometer im Jahr 1919
gewachsen, heute umfasst
es 1000 Kilometer.
1938 Theater
Mit der Eröffnung des
„Gautheaters Westmark“ am 9.
Oktober 1938 erhielt Saarbrücken
endlich den für das
Kulturleben einer Großstadt
so bedeutenden eigenen Theaterbau.
Adolf Hitler hatte es
der Stadt als Anerkennung für
die „Treue des Saarvolkes“
am 1. März 1935 „geschenkt“.
1939 Schlachthof
Über 30 Jahre musste die
Großstadt warten, bis
im Osten der Stadt endlich
auf
einem Gelände von über
90.000 Quadratmetern eine
Schlachthofanlage fertig
gestellt
war, die den
modernen Anforderungen an
Hygiene, Seuchen- und Arbeitsschutz
entsprach.
1959 Berliner Promenade
Mit dem Bau der Berliner Promenade
1959 erhielt das St.
Johanner Saarufer zum
ersten Mal eine
städtebauliche Gestaltung. Von
der Bevölkerung wurde sie mit
großer Begeisterung aufgenommen
und galt als die Schokoladenseite
der Stadt.
1963 Stadtautobahn
Die Ende der 1950er Jahre
zeitgemäße Antwort auf die
katastrophalen Verkehrsverhältnisse
in der Stadt war der
Bau einer Stadtautobahn.
Von der Bevölkerung wurde
diese
nach ihrer Inbetriebnahme
1963 allgemein bejubelt, hatte
das stundenlange Warten
im
Stau nun endlich ein Ende.
1964 Wohnungsbau
Nach den Zerstörungen des Zweiten
Weltkrieges fehlten Ende der 1950er
Jahre
in Saarbrücken immer
noch mindestens 6000 Wohnungen,
um der Bevölkerung wieder
ausreichenden
und zumutbaren Wohnraum zu bieten.
In der Folge wurden zwei für
ihre Zeit wegweisenden
große Neubaugebiete ganz
unterschiedlicher Struktur
erschlossen:
der Eschberg und
die Folsterhöhe.
1965 ÖPNV Letzte Fahrt
der Straßenbahn
1986 dachte man aufgrund
des drohenden Verkehrskollapses in
der Stadt – obwohl
der Bus
immer noch im Mittelpunkt
des Gesamtverkehrskonzeptes stand
– seit mehr
als 25 Jahren
wieder über ein schienengebundenes
Nahverkehrskonzept – die Saarbahn
- nach.
Die letzte Straßenbahn fuhr
am 22. Mai 1965 durch Saarbrücken.
1974 Gebietsreform
Ebenfalls nach jahrelangen
Diskussionen über das Ob und Wie,
wurden im Jahr
1974 im
Zuge der so genannten
Gebietsreform die bis dahin
selbstständigen Gemeinden
Klarenthal,
Gersweiler, Altenkessel, Dudweiler,
Jägersfreude, Herrensohr, Scheidt,
Schafbrücke, Güdingen, Fechingen,
Bischmisheim, Eschringen und
Ensheim in das
Stadtgebiet der
Großstadt integriert.
2009. Visionen für die Stadt:
Das Projekt Stadtmitte am Fluss
Eine Stadt muss sich weiter entwickeln.