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Handelsschule der Günter-Wöhe-Schulen besucht Theater Überzwerg

Kritische Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Religionsstreit

Die Unterstufe der Handelsschule besuchte am vergangenen Dienstag „Nathan und seine Kinder“ im Theater Überzwerg. Das Stück spielt in Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Moslems, Christen und Juden streiten um die Frage, wessen Gott der wahre Gott ist. Ihre Kinder, ein christlicher Kreuzritter und ein jüdisches Mädchen verlieben sich ineinander und hinterfragen die Welt der Eltern kritisch. Als der Streit der Erwachsenen seinem Höhepunkt nähert, erzählt Nathan die Ringparabel.

In Anlehnung an „Nathan der Weise“ von Lessing greifen die Regisseure und Drehbuchautoren des Überzwergs die brandaktuelle Frage über die Toleranz zwischen den Religionen untereinander auf und inszenieren den Inhalt für Jugendliche zeitgemäß.

Der Theatervorstellung ging eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht voraus. Hier wurde sich zum einen im Deutschunterricht mit der Ringparabel Lessings auseinandergesetzt, aber auch die Frage gestellt, wie gehen wir in der heutigen Zeit miteinander um, welchen Sinn machen Kriege im Namen Gottes und wie tolerant sind wir zueinander.

Die fast 100 Schülerinnen und Schüler folgten dem Stück sehr gebannt und auch die anschließende Diskussion mit Schauspielern und dem künstlerischen Leiter war sehr lebhaft. Die Schüler beteiligten sich rege: So fragten sie nach der thematischen Auseinandersetzung der Schauspieler mit dem Stoff des Stückes, interessierten sich aber auch für den Beruf des Schauspielers und dessen Ausbildung. Die Gesprächsrunde endete mit dem großen Lob des Schauspielers Reinhold Rolser, der die Schüler für ihr Interesse und die großartige Empathie während des Stückes auszeichnete.

Bericht: Silke Dubois